Trotz eines wachsenden Bewusstseins für die Gefahren durch Missbrauch von Administratorrechten lassen die meisten Organisationen weiterhin zu, dass eine Vielzahl an ungesicherten, privilegierten Zugriffen von innen und außen auf ihre geschäftskritischen IT-Systeme und Daten möglich ist. Viele Unternehmen vertrauen Mitarbeitern und Drittanbietern gleichermaßen, ohne technische Vorkehrungen zur Steuerung, Kontrolle und Protokollierung der Aktivitäten von Einzelnutzern, Teams und Organisationen auf IT-Systeme und Netzwerke zu treffen.

Externe Dienstleister sind in die Business-Prozesse der Organisationen fest integriert. Im Durchschnitt haben wöchentlich 181 Drittanbieter privilegierten Zugriff auf Unternehmensnetze — das sind mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. In den vergangenen beiden Jahren ist die Zahl der angeschlossenen Drittanbieter bei 81 Prozent der befragten Firmen gewachsen, gegenüber 75 Prozent im Vorjahr. Bei einer so hohen Anzahl an Drittanbietern mit erhöhten Zugriffsrechten verwundert es nicht, dass mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der untersuchten Unternehmen angeben, bereits von einer durch Drittanbieter verursachten Sicherheitsverletzung ‚definitiv‘ (35 Prozent) oder ‚wahrscheinlich‘ (34 Prozent) betroffen gewesen zu sein.

Zwar konzedieren 66 Prozent der befragten Sicherheitsexperten, dass sie Drittanbietern einen zu hohen Vertrauensvorschuss gewähren, aber diese Erkenntnis spiegelt sich noch nicht in einem veränderten Verhalten wider. Die Kontroll- und Managementprozesse für Drittanbieter mit privilegierten Zugriffsrechten sind weiterhin lax: Nur 34 Prozent der Befragten sind sich absolut sicher, dass sie Vendoren-Log-ins nachvollziehen können, und mit 37 Prozent ist auch nur ein ähnlich niedriger Prozentsatz der Verantwortlichen zuversichtlich, die Anzahl der Drittanbieter zu kennen, die auf interne IT-Systeme zugreifen. Mehr